www.rofrisch.de

Druckversion der gewählten Seite auf www.rofrisch.de.

RoFrisch(.de) im Wandel

Wer als Zeuge Jehovas schon in den Jahren 1997 bis 2001 im Internet unterwegs war, um nach Gleichgesinnten zu suchen, oder um Studienhilfen für die wöchentlichen Zusammenkünfte in Anspruch zu nehmen, wird vermutlich meine Seite www.rofrisch.de (bzw. die alte Adresse http://members.aol.com/rofrisch) bereits damals kennengelernt haben, denn sie war in der doch recht kleinen ZJ-Onlineszene kaum zu übersehen. Sie war im deutschsprachigen Raum eine der bekanntesten Websites für und von Zeugen Jehovas, und auch der englische und der italienische Ableger hatten viele regelmäßige Besucher.

Mein Ausstieg aus dieser Religionsgemeinschaft im Jahr 2001 hat daher auch überregional etwas mehr Aufmerksamkeit erregt als in meiner damaligen Versammlung. In den folgenden Absätzen möchte ich daher einige Zeilen zu meinem inneren Umbruch und dessen Niederschlag auf der Homepage schreiben, sowie die noch im Web vorhandenen Spuren aufzeigen.

1997-2000: Prediger und Helfer

Am Anfang stand der Wunsch, HTML zu lernen. Heraus kam (noch am ersten Abend) der Beginn dieser Homepage. Nach ein paar Tagen der HTML-Erfolgserlebnisse (dank SelfHTML) entstand bereits die Idee, Seiten über meinen Glauben zu machen, sowie Seiten, die für meine Glaubensbrüder hilfreich sind. So entstanden (aus heutiger Sicht eher peinliche) Seiten wie »24 Gründe, kein Weihnachten zu feiern«, »Lies die Bibel in einem Jahr«, »Schriftstellen-Index für das Erkenntnis-Buch«, »Schriftstellen für das Versammlungs-Buchstudium« oder der absolute ›Bestseller‹: »Schriftstellen für das Wachtturm-Studium«. Die Reste dieser Seite können übrigens aus ›nostalgischen‹ Gründen noch hier besichtigt werden. :-)

Die Schriftstellen-Seiten ließen sich übrigens von mir bequem mit dem Bibelprogramm BIFO (»Bibelforscher«) erzeugen, das ich einige Jahre zuvor programmiert hatte, und das ich nun um einen ›HTML-Druckertreiber‹ erweiterte, der statt zu drucken die entsprechenden HTML-Seiten speicherte.

Sich die Schriftstellen für die wöchentlichen Studien bequem herunterladen zu können (oder mit BIFO selbst Schriftstellenlisten erzeugen zu können), war natürlich für tausende Zeugen Jehovas eine sehr angenehme Sache. Umso ärgerlicher, dass ausgerechnet jener RoFrisch im Jahr 2001 seine religiösen Internet-Aktivitäten einstellte und seinen ZJ-Glauben aufgab.

Anmerken möchte ich an dieser Stelle, dass mir neben Lob und Wertschätzung für die bereitgestellten Studienhilfen auch einiges an Kritik entgegen gebracht wurde - insbesondere für Artikel, die den Glauben nach außen hin vertraten. Denn schon in dem ZJ-internen Mitteilungsblatt »Unser Königreichsdienst« von November 1997 war über das Internet zu lesen: »Es ist nicht notwendig, daß Einzelpersonen Internet-Seiten über Jehovas Zeugen, unsere Tätigkeit oder unsere Glaubensansichten vorbereiten. Unsere offizielle Web-Site enthält genaue Informationen für alle, die sie haben möchten.« (Den vollständigen Königreichsdienst-Artikel kann man auf sektenausstieg.net nachlesen.)

Als Folge dieses Königreichsdienst-Artikels habe ich mich damals entschlossen, gewisse Seiten wie z. B. »15 Gründe, warum ich stolz bin, ein Zeuge Jehovas zu sein« von meiner Homepage verschwinden zu lassen (also »Internet-Seiten über Jehovas Zeugen, unsere Tätigkeit oder unsere Glaubensansichten«). Jedoch sah ich Seiten nicht als betroffen an, die ganz allgemein religiöse Fragen behandelten (Weihnachten, Heilige drei Könige, etc.). Und überhaupt keine Aussage machte der zitierte Königreichsdienst zu meinen Schriftstellen-Listen und sonstigen Studienhilfen, die ja nicht über Zeugen Jehovas informierten, sondern als Service für Zeugen Jehovas eingerichtet waren.

Interessant war in diesem Zusammenhang die Erfahrung, wie viele der damaligen Glaubensbrüder mich auf den Artikel ansprachen und wie sie die Worte des Königreichsdienstes wiedergaben. Während die offizielle Formulierung der Wachtturm-Gesellschaft nur davon sprach, es sei ›nicht notwendig‹, wurde in diesen Gesprächen vielfach gesagt, die Gesellschaft habe generell vom Betrieb einer privaten Homepage abgeraten. Man »soll« dies daher nicht machen, etc.

Biblische Argumente, warum sich das Predigtwerk eines Zeugen Jehovas in allen Lebensbereichen außer im Internet abzuspielen habe, wurden weder gesucht noch gefunden. Heute kommentiere ich das so: »Die Sektenleitung hat gesprochen, Amen.« Leider ist es so, auch wenn viele Zeugen Jehovas dies nicht wahr haben wollen. Vermutlich befürchtete man Kontrollverlust bezüglich der öffentlichen Darstellung von Zeugen Jehovas im Internet.

Damals erwiderte ich manches Mal, wenn ich auf diesen Königreichsdienst-Artikel angesprochen wurde: »Nicht notwendig« heisst bekanntlich etwas anderes als »verboten«. Es sei ja zum Beispiel auch ›nicht notwendig‹ ein Auto zu besitzen, nur um Pionierdienst machen zu können. Wer keins hat, kann vielleicht trotzdem Pionier werden; wer aber schon eines hat, braucht es deshalb aber nicht abzugeben. Besagter Königreichsdienst mit seiner Nicht-Notwendig-Formulierung war vielleicht aus heutiger Sicht betrachtet der Kristallisationskeim, an dem sich erste Zweifel festmachten. Ich spürte, dass man bei der WTG keine biblischen Argumente brauchte, um etwas zum ›Gesetz‹ zu erklären. Dass man sogar groben Schwachsinn über einen Bereich schreiben kann, von dem man Null Ahnung hat, und dass die große Mehrheit der Zeugen dies ungeprüft glaubt.

Ein weiteres Argument war ebenfalls nicht selten zu hören (auch von manchen Ältesten und mindestens einem Kreisaufseher): Es sei auch nicht im Sinne des ›treuen und verständigen Sklaven‹, sich die Schriftstellen für das Wachtturm-Studium am Computer auszudrucken und dann mit den Ausdrucken in der Versammlung zu sitzen.

Warum beschreibt dann aber die Anleitung zu der (vom ›Sklaven‹ herausgegebenen) Wtlib-CD-Rom, wie man sich damit die Schriftstellen zum Wachtturm-Studium ausdrucken kann? Siehe beispielsweise Anleitung zur Watchtower Library 1999 deutsch, Seite 21: »Bei der Vorbereitung auf das Wachtturm-Studium möchte man vielleicht alle in dem Artikel angeführten, aber nicht zitierten Bibelstellen nachschlagen«. Dann folgt die genaue Anleitung, wie man vorgehen kann (wenn man BIFO oder Rolands Website nicht hat...) und weiter heißt es: »Im nächsten Abschnitt wird erklärt, wie man die Bibelstellen in ein Textverarbeitungsprogramm kopiert« (wohl um sie dann zu drucken).

Die Zeit der Rückzugsgefechte hatte also begonnen, aber sie sollte noch mehrere Jahre andauern - Jahre, in denen ich begann, frühere Selbstverständlichkeiten kritisch zu hinterfragen. Neben aller Freude über den guten Zuspruch der Mehrheit meiner Website-Besucher gab es nun also auch immer wieder sinnlose Diskussionen mit den linientreuesten und borniertesten aller Zeugen, die sich offenbar zum Sprachrohr des »Mitteilungskanales Gottes« (das ist nach WTG-Interpretation sie selbst) berufen fühlten.

2001: Zeit des Umbruchs

Natürlich war es nicht nur das Internet-Thema, das mir auf die Seele drückte. Vielmehr gab es immer mehr Punkte in Glaube und Lehre, die ich nicht mehr so sehen konnte, wie es Bibel und Wachtturm-Schriften von mir verlangten. Einen erheblichen Anteil daran hatte übrigens das Bibelleseprogramm »Lies die Bibel in einem Jahr«, das ich (gemäß dem Zeitplan auf meiner Website) auch einigermaßen regelmäßig durchführte. Zu viele Dinge in den hebräischen Schriften (»Altes Testament«) konnte ich mit dem Bild eines liebevollen allmächtigen Gottes nicht vereinbaren (Näheres dazu später mehr). Ich begann mehr und mehr, den Gott des Alten Testaments ganz ähnlich anzusehen, wie ich es später bei Rudolf Augstein las: »Der alte Jahwe [...] ist ein recht zorniger und unbedachter Herr, rücksichtslos und ungerecht bis zum Exzeß, rachsüchtig, wie er von sich selbst sagt, bis ins vierte Glied, barmherzig bis ins tausendste Glied [...]; befallen und besessen von einer schier krankhaften Eifersucht, empfindlich, aber unsensibel, ihm fehlt es an Weisheit« (Rudolf Augstein, Jesus Menschensohn, S. 316).

Zu einer solchen Einschätzung kam ich selbstverständlich nicht von heute auf morgen, sondern es war ein fortlaufender Prozess. Wer die Bibel möglichst unvoreingenommen liest, wird in den alten Berichten z. B. über das Hinschlachten anderer Völker im Namen Gottes wohl kaum den »lieben Gott« des Neuen Testaments erkennen können. Die Diskrepanz ist einfach zu groß.

In einem Ältestengespräch (vermutlich im Jahr 2000) habe ich erfolglos versucht, den anwesenden Herren deutlich zu machen, was mir als unüberbrückbarer Gegensatz erschien: Es kann nicht der gleiche Gott sein, dessen Diener David gut daran tat, 200 Philister niederzumetzeln, um die Philistervorhäute als Brautpreis darzubringen (eine nette Zusammenfassung dieser und anderer Untaten Davids findet sich hier), während der angeblich gleiche Herr Jehova noch vor kurzem meinen Ausschluss veranlasst hätte, wenn ich nur Zivildienst gemacht hätte, von Militärdienst ganz zu schweigen. Ein ewiger Souverän des ganzen Universums würde nicht innerhalb von ca. 3000 Jahren so krass seine Ansichten ändern. Ein von Menschen je nach Zeitgeist passend geformter Gott schon.

Überwiegend waren es also Dinge im Bibelbericht selbst, die in mir große Zweifel aufkommen ließen. Auch Gebet und vermehrtes Studium halfen nicht, diese Zweifel auszuräumen - ganz im Gegenteil. Je mehr ich nachforschte, desto deutlicher wurde mir, dass der »Souveräne Herr Jehova« nicht als Herrscher und Schöpfer des ganzen Universums angefangen hat, sondern als Stammesgott eines einfachen Nomadenvolkes, oder man kann auch sagen: als Erfindung zur Festigung von Machtansprüchen und zur moralischen Rechtfertigung von Beutezügen und Ausrottung anderer Völker. Jahwes (Jehovas) Fortentwicklung ist deutlich belegt in vielen biblischen Texten, und daher kann er seine ›alte Persönlichkeit‹ des blutrünstigen Kriegsherrn auch bis heute nicht verschweigen. Dies war nicht der Gott, dem ich länger dienen wollte.

Es war also NICHT das böse Internet, dessen angeblicher Lügenpropaganda gegen Zeugen Jehovas ich zum Opfer gefallen war, wie wohl häufig gemunkelt wurde. Auf Seiten von ZJ-Gegnern und »Abtrünnigen« habe ich mich zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch nicht umgesehen. Auch war es NICHT »die weltliche Freundin«, wie noch im Mai 2007 mir gegenüber geäußert wurde. Mein stiller Rückzug von den Zeugen begann 2000 bis 2001; während ich meine »weltliche« Freundin erst im November 2001 kennenlernte.

Wenn ich mich recht erinnere, war ich zwar im Frühjahr 2001 zum lezten mal beim Gedächtnismahl anwesend, aber es wurde mir immer deutlicher, dass ich mit Gott und Bibel nichts mehr anfangen konnte. Daher besuchte ich auch sonst keine Zusammenkünfte mehr. Problematischer als den Rückzug aus der Versammlung (die mich inhaltlich einfach nicht mehr interessierte) fand ich jedoch die Rücknahme der ZJ-Themen auf der Homepage - insbesondere weil ich wusste, dass auch viele mir nahestehende Menschen den Service mit den Schriftstellen sehr schätzten, und dass es für sie eine praktische und zeitsparende Hilfe war, die ich ihnen nur ungern nehmen wollte. Daher führte ich dies noch einige Monate weiter.

Zunehmend merkte ich aber, dass mein Rückzug von den ZJ dauerhaft sein würde (und nicht nur ein vorübergehendes »Abstand gewinnen«, wie ich zunächst dachte). Somit war auch die Fortsetzung der Bibelstellen-Listen nicht mehr sinnvoll. Ich selbst brauchte sie nicht mehr, und es wurde zunehmend zu einer Belastung für mich, weil die Artikel, die ich zu diesem Zweck ja doch betrachten musste, immer mehr zu innerer Ablehung und Widerspruch führten. »Wie konnte ich dies 20 Jahre lang glauben?« fragte ich mich so manches Mal.

Der Zeitpunkt war nun gekommen, auch auf der Homepage deutlich zu machen, dass ich kein aktiver Zeuge Jehovas mehr war - und auch niemals mehr werden würde. Im Editorial von November 2001 platzte die »Bombe«. Dieser ›offene Brief‹ wurde übrigens sehr unterschiedlich interpretiert. Während einzelne Zeugen Jehovas daraus schlossen, durch ein solches Schreiben hätte ich ›die Gemeinschaft verlassen‹ und sei daher wie ein Ausgeschlossener zu behandeln (also zu ignorieren), folgten andere Zeugen meiner Argumentation, dass ich nicht als Zeuge Jehovas auftrete und daher auch ein Ausschluss nicht erfolgen müsse. Soviel ich weiss, wurde ich nie ausgeschlossen. (Nachtrag: Ein Schreiben vom Februar 2009 an die WTG zwecks Bestätigung der Beendigung der Mitgliedschaft blieb bisher unbeantwortet.) Mir ist es auch relativ egal wie die mich sehen; die Spielregeln der Wachtturmsekte sind glücklicherweise nicht mehr meine Spielregeln. Ich darf jetzt mit allen reden - ob Zeugen Jehovas, Weltliche, oder gar Ausgeschlossene und »Abtrünnige«.

2002-2006: In aller Stille

Wie im oben genannten Editorial angedeutet, war es zunächst mein Wunsch, mit religiösen Themen in Ruhe gelassen zu werden. Im Editorial von Januar 2002 wurde dieser Richtungswechsel noch einmal bestätigt. Für mich privat war das Thema Religion aber natürlich nicht einfach so von heute auf morgen abgehakt und vergessen. Etwa 20 Jahre Zugehörigkeit zu einer fundamentalistischen Endzeitsekte hinterlassen natürlich ihre Spuren, und man fragt sich, wie es dazu kommen konnte. Zu der Einschätzung, dass Zeugen Jehovas nichts anderes sind, musste ich überhaupt erst einmal gelangen. Als Sektenmitglied (egal in welcher Gruppierung) bekommt man ja ständig eingetrichtert, die eigene Gruppe sei natürlich keine Sekte, auch wenn die Außenwelt dies behaupte. Es ist ein Kennzeichen wohl ALLER Sekten, selbst zu behaupten, sie seien keine Sekte.

Zunächst stellte sich mir die Frage, welche Kräfte denn die Organisation der Zeugen Jehovas zusammenhalten. Inzwischen war ich ja davon überzeugt, dass dies nicht auf Gottes Segen beruhen kann, da Gott nichts anderes als eine menschliche Erfindung ist. Worauf also dann? Offenbar auf einem perfiden Kontroll- und Abschottungssystem, das den Mitgliedern den Blick auf die tatsächliche Situation möglichst wirkungsvoll verstellen soll.

Nach einiger Zeit begann ich auch, mich häufiger auf www.sektenausstieg.net umzuschauen, wo ich seit März 2005 auch regelmäßig im Forum mitschreibe. Diese Website - auch unter dem Namen Infolink bekannt - hätte ich früher nicht besucht, da man dort angeblich nur hasserfüllte, böse Abtrünnige finden würde, die Lügenpropaganda gegen Jehovas Volk vorbringen, um möglichst viele Diener Jehovas mit in die nahe bevorstehende Vernichtung zu reißen. In dieser Art wird es den Zeugen beigebracht, um sie gegen Kritik zu immunisieren. Was ich auf sektenausstieg.net vorfand, war jedoch etwas ganz anderes. Zwar gibt es im Infolink-Forum auch Schreiber, die durch ihre Ausstiegserlebnisse in einer echten Hassphase sind, aber die meisten Schreiber zeichnen sich durch den Wunsch aus, zweifelnden und ausstiegswilligen Sektenmitgliedern (nicht nur Zeugen Jehovas) mit Rat und Tat zu helfen und möglichst sachlich zu informieren bzw. über die anstehenden Fragen zu diskutieren. Und die dortige Dokumentation ist in vielen Punkten sehr fundiert und daher lesenswert (siehe z. B. Was jeder Zeuge Jehovas wissen sollte).

Auf meiner eigenen Homepage ließ ich solche Themen aber überwiegend außen vor. Lediglich im Editorial von März 2005 konnte ich mir ein paar deutliche Worte bezüglich der Zeugen Jehovas nicht verkneifen. Und immer wieder gab es kleinere Wellen, wo das Thema ZJ im Gästebuch meiner Homepage aufkam (siehe Auszüge des Gästebuches). Darüber hinaus hatte ich aber zunächst keinen Ehrgeiz, Zeugen Jehovas und Religion wieder zum Thema meiner eigenen Homepage zu machen. Wenn ich mich mit dem Thema beschäftigte, dann hauptsächlich im genannten Forum von sektenausstieg.net und durch das Lesen von Büchern, die sich kritisch mit Sekten und speziell mit der Wachtturm-Gesellschaft befassen.

Ab 2007: RoFrisch ›gibt wieder Zeugnis‹

Mit zunehmendem Überblick über das Thema kam mir allerdings ab 2006 immer wieder der Gedanke, ob ich nicht doch das Thema Religion, Bibel und Zeugen Jehovas wieder auf meine Homepage integrieren sollte. Es beschäftigte mich ja noch immer (mehr als die Fotografie, die ja einen umfangreichen Platz auf der Homepage hat). Und es kann vielleicht dem einen oder anderen zweifelnden Zeugen Jehovas helfen zu erkennen, dass er mit seinen Zweifeln nicht allein dasteht.

So begann ich daher im Frühjahr 2007 mit den ersten Arbeiten an diesem Bereich meiner Homepage. Mir kam die leicht ›schräge‹ Idee, dies ausgerechnet zu meinem 25jährigen Taufjubiläum am 17. Juli 2007 online zu bringen und dann je nach Lust und Laune schrittweise zu ergänzen. Denn (wie in der Einleitung dieser Rubrik schon angedeutet), war mit Hingabe und Taufe als Jugendlicher im Jahr 1982 ja der feste Vorsatz verbunden, möglichst vielen Menschen die Wahrheit über Jehova und seine Organisation nahe zu bringen. Wenn ich nun - ein Vierteljahrhundert später - gute Gründe habe, etwas anderes als Wahrheit über Gott, Bibel und Wachtturm-Gesellschaft anzusehen, warum sollte ich dies dann nicht meinen Mitmenschen mitteilen und so vielleicht den einen oder anderen ehemaligen Glaubensbruder zum eigenständigen Nachdenken anregen und ihm in seinen Zweifeln helfen? Wer es nicht lesen möchte, kann es ja wegklicken und sich am besten bei seinen Surf-Ausflügen auf www.wachtturm.de beschränken.