(Zuletzt aktualisiert: 15. Januar 2002)

Mein Urlaub in Rom (Italien)

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Im Oktober 1994 habe ich 10 Tage mit einer Reisegruppe in Rom verbracht. Der Reiseleiter war mein früherer Lateinlehrer, Herr Lindlar, der sich in Rom sehr gut auskennt. Er hat mich mitfahren lassen, obwohl ich bestimmt der schlechteste Lateinschüler seiner ganzen Schullaufbahn war. Aber das war ja schon einige Jahre her. Ausgestattet mit meiner nagelneuen Canon EOS 5 Kamera und ungefähr 20 Filmen bin ich also auf Fotopirsch gegangen. Einige der besten Fotos zeige ich Euch hier.

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Beginnen möchte ich mit einem der bekanntesten Gebäude in Rom, dem Kolosseum. Es wurde von Kaiser Vespasian errichtet und im Jahr 79 u. Z. eingeweiht. Es war mit einem Fassungsvermögen von ca. 70000 Menschen das größte Amphitheater der römischen Welt. Dort fanden Gladiatorenkämpfe und Tierhetzen statt. Der heutige, doch ziemlich verwüstete Zustand des Kolosseums ist darauf zurückzuführen, daß es Jahrhundertelang als Steinbruch mißbraucht wurde.



Aus dem Kolosseum heraus kann man in Richtung des Triumphbogen des Konstantin schauen, der auf dem linken Foto zu sehen ist. Der Konstantinsbogen wurde 312-315 u. Z. vom Senat zur Erinnerung an einen Sieg Konstantins errichtet.



Geschichtlich interessanter erscheint mir aber der Titusbogen auf dem Foto rechts, der sich zwischen dem Forum Romanum und dem Kolosseum erhebt. Er liefert einen interessanten Hinweis auf die Zerstörung Jerusalems im Jahre 70 u. Z. Auf der Innenseite des Titusbogens, der von Kaiser Domitian im Jahre 81 u. Z. errichtet wurde, befindet sich das abgebildete bekannte Relief, das zeigt, wie römische Soldaten Geräte aus dem jüdischen Tempel als Beutestücke tragen, darunter den siebenarmigen Leuchter, die Menorah.


Der Geschichtsschreiber Josephus berichtet, daß die Zahl der Toten bei der Einnahme Jerusalems über eine Million betrug und 97000 Juden in Gefangenschaft gerieten. Josephus schreibt auch, daß die Römer nur wenige Teile der Stadtmauer stehen ließen. "Alle übrigen Teile der Stadtmauer", bemerkt er weiter, "machten die Sieger so völlig dem Erdboden gleich, daß fremde Ankömmlinge kaum hätten glauben sollen, die Stätte sei jemals bewohnt gewesen".



Schauen wir uns noch etwas auf dem Forum Romanum um, das je nach Brennweiten-Einstellung an der Kamera einen ziemlich gedrängten oder einen ziemlich weitläufigen Eindruck macht. Was heute nur noch ein Ruinenfeld ist, war einmal das Zentrum des antiken Rom, Mittelpunkt der politischen Macht und Standort von Tempeln und Basiliken.




Nun verlassen wir das antike Rom und beobachten zwei moderne Römerinnen bei ihrem Schwätzchen auf einem Platz in Rom. Die Buchstaben SPQR, die einem überall in Rom begegnen, stehen für "Senatus Populusque Romanus", was "Der Senat und das Volk von Rom" bedeutet (ich hoffe, ich habe es richtig behalten, Herr Lindlar). Öffentliche Einrichtungen, vor allem die Wasserversorgung, tragen diese Bezeichnung.




Diese Kuppel gehört zum Petersdom, der größten Kirche der Welt. Die Kuppel ist allerdings nicht die größte Kuppel Roms, sondern die des Pantheon ist noch etwas größer. Vom Dach der Kuppel des Petersdoms hat man jedenfalls eine schöne Aussicht über die Stadt (aber die zeige ich Euch hier nicht). Siehst Du die Touristen, die die sich oben drängeln, um die Aussicht zu "genießen"? Wenn Du das Bild anklickst, wird es vergrößert geladen.



Und noch ein Bild aus dem Vatikan: Dies ist die Treppe der vatikanischen Museen. Bemerkenswert ist, daß es sich um zwei ineinander verschlungene Treppen handelt. Raffiniert, oder?



Damit kommen wir dann auch zum Pantheon. Gebaut wurde es zwischen 118 und 125 u. Z. von Kaiser Hadrian. Der Durchmesser der Kuppel beträgt 43 Meter und ist damit ungefähr 1 Meter größer als der des Petersdoms. Beachtenswert ist, daß die Kuppel mit einer Art Beton gegossen wurde. Das "kleine Loch" durch das das Tageslicht fällt, hat einen Durchmesser von ungefähr 9 Metern. Das Pantheon ist nur deshalb so gut erhalten geblieben, weil es von Papst Bonifatius IV. im Jahre 608 u. Z. in eine Kirche verwandelt wurde.



Und noch zwei Ecken von Rom, die man unbedingt gesehen haben "muß": Die Piazza Navona (rechts) und die Fontana di Trevi (unten). Der Trevi-Brunnen ist wohl der bekannteste römische Brunnen, da er in nahezu allen Spielfilmen und Romanen, die in Rom spielen, vorkommt. So frisch restauriert sieht er ja auch wirklich ganz nett aus, oder?




Abschließend noch ein Geheimtip für alle Rom-Besucher, die dem Trubel der Großstadt mal für einen Tag entfliehen wollen: Tivoli, ein kleines Städtchen ca. 30 Kilometer östlich von Rom. Dorthin haben wir uns an unserem "freien Tag", also ohne die ganze Reisegruppe, aufgemacht. Der Park der Villa dŽEste mit seinen unzähligen Brunnen ist wirklich sehr sehenswert. Und es ist eine angenehme Erholung.



Unterhalb von Tivoli kann man dann noch die Villa Adriana besichtigen. Es ist ein riesiges Gelände, auf dem Kaiser Hadrian im 2. Jahrhundert unserer Zeitrechnung unter dem Eindruck von zwei ausgedehnten Reisen durch alle Teile seines Reiches seine Villa errichtete. Diese Villa sollte sein Imperium repräsentieren und eine Art Weltausstellung der verschiedenen Kulturen unter der Herrschaft Roms sein. Leider verfiel diese großartige Anlage seit den Tagen Konstantins. Aber eine Erkundung dieses Geländes lohnt sich auf jeden Fall.




Damit sind wir nun am Ende unserer Besichtigung von Rom und Umgebung angelangt. Hoffentlich hat Euch meine Tour durch die "ewige Stadt" gefallen.



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