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Urlaub auf dem Darß

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Unser 'Sommer'-Urlaub 2010 beschränkte sich auf gut eine Woche im September. Wieder sind wir Richtung Ostsee gefahren, diesmal auf die Halbinsel Darß, die wir bisher noch nicht kannten. Genaugenommen sind es die drei Regionen Fischland, Darß und Zingst, die zusammen eine große Halbinsel 'kurz vor Rügen' bilden. Eine schöne Gegend, die zu besuchen lohnt.

Photo: © by Roland Frisch Unsere erste Wanderung begannen wir am Strand von Prerow, dem Ort, in dem wir uns im Kutscherhof Kayserling eine nette Ferienwohnung gemietet hatten. Wie das Foto zeigt, gab es am Strand durchaus noch Anzeichen menschlicher Besiedlung. ;-) Die Hauptsaison ging ja auch gerade erst zu Ende.

Photo: © by Roland Frisch Manche Touristen werden natürlich bei diesem Strandfoto den Blick auf Hotelhochhäuser und sonstige Betonschluchten vermissen. Man kann halt nicht alles haben. ;-) Auf dem Darß schließen die Strände mit Dünen und Wald ab.

Wir waren aber nicht zum Badeurlaub angereist, sondern zum Wandern. Gleich am ersten Tag haben wir eine lange Wanderung zum Darßer Ort gemacht. Nach einem ganzen Stück entlang des Badestrandes führte unser Weg dann vorbei am Nothafen und in die Kernzone des Naturschutzgebietes (natürlich nur auf den freigegebenen Wegen).

Darßer Ort

Photo: © by Roland Frisch Schon bald befindet man sich in herrlicher Natur. Eidechsen saßen am Wegesrand auf den Zaunpfosten, um sich zu sonnen.

Photo: © by Roland Frisch Einige rostige Nägel sonnten sich auch und tarnten sich fast perfekt als Eidechsen.

Photo: © by Roland Frisch Die Wanderwege in der Kernzone des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft sind gut ausgebaut. Wo nötig, wurden Bretterstege gebaut, damit die Wanderer das sensible Ökosystem nicht unnötig platttrampeln.

Photo: © by Roland Frisch Ziel der Wanderung war der Leuchtturm am Darßer Ort (Karte). Dieser Leuchtturm ist etwa 160 Jahre alt und noch immer in Betrieb. Das Deutsche Meeresmuseum Stralsund betreibt dort das Natureum Darßer Ort als Außenstelle.

Photo: © by Roland Frisch Photo: © by Roland Frisch Wer den Leuchtturm erklettert, wird mit diesem wunderschönen Ausblick auf den Hund belohnt. :-)

Photo: © by Roland Frisch Und natürlich mit diesem ebenso schönen Ausblick auf das Meer - heute gar nicht vom Himmel zu unterscheiden. Inzwischen hatte es sich nämlich ein wenig eingetrübt, so dass Meer und Himmel fast nahtlos ineinander übergingen.

Photo: © by Roland Frisch Auch wenn Gugl Mäps was anderes behauptet (siehe Karten-Link oben): Das Natureum ist direkt am Leuchtturm. Die Gebäude am Fuß des Leuchtturms beherbergen das Café und die Ausstellungsräume des Natureums.

Photo: © by Roland Frisch Natürlich hatte ich nicht nur die Spiegelreflexkamera dabei (im viel zu schweren Fotorucksack...), sondern auch die 3D-Kamera (Fujifilm Real 3D W1) am Gürtel. Am Strand vor dem Leuchtturm kam diese für das nebenstehende Bild zum Einsatz - leider war das Licht nicht mehr so dolle.

Dennoch ist das Foto eine kleine Sensation hier auf rofrisch.de, ;-) denn es ist das erste 3D-Foto auf meiner Homepage, das man mit verschiedenen 3D-Systemen betrachten kann. Wenn man das Vorschaubild anklickt, öffnet sich eine neue Seite mit dem StereoPhoto Viewer, einem Java-Applet zum Betrachten von Stereofotos. Wer eine einfache Rot-Cyan-Anaglyphenbrille hat, kann die 3D-Fotos mit der Einstellung "Half color" (oder "Dubois Anaglyph") in 3D anschauen. Wer einen richtigen 3D-Monitor hat, wird auch die passende Betrachtungsweise finden. Wer lieber mit Spiegeln oder mit Parallelblick bzw. Kreuzblick schaut, findet auch diese in der Auswahl des Viewer-Applets. Der StereoPhoto Viewer ist übrigens Teil des bereits im Fotokurs vorgestellten Freeware-Programms StereoPhoto Maker. Ich hoffe, Euch gefällt diese Möglichkeit der 3D-Präsentation. Für alle Einäugigen und solche, die ihre 3D-Brille nicht finden, gibt es übrigens auch die Möglichkeit, mit "Single Image" das Bild in 2D zu betrachten.

Photo: © by Roland Frisch Nach etwa 18 Kilometern Wanderung waren wir abends wieder in Prerow. Wie man sieht, tut man einiges, um den Touristen die Orientierung zu erleichtern. "Von Prerow in die Welt" gelangt man am besten von diesem Wegweiser aus. Dort erfährt man beispielsweise, dass es bis London und Paris etwa gleich weit ist, während der Südpol ungefähr viermal weiter entfernt ist als der Nordpol. Wer hätte das gedacht?

Wieck und Born

Photo: © by Roland Frisch Der zweite Tag stand ganz im Zeichen einer Fahrradtour. In Prerow und den anderen Orten gibt es wohl mehr Fahrradverleiher als Bäcker. Für wenig Geld mieteten wir uns also 2 Räder und fuhren bei herrlichem Wetter durch den Darßwald in Richtung der Orte Wieck am Darß und Born am Darß, die auf der Boddenseite der Halbinsel liegen (Karte).

Photo: © by Roland Frisch Einige nette Besonderheiten fielen uns am Straßenrand auf, die jeweils einen kurzen Fotohalt zur Folge hatten: Zum einen sieht man hier eine Birke, an der jede Menge Steine aufgehängt sind. Diese Steine sind eine Mischung aus Feuerstein und Kreide, in denen ein natürliches Loch vorhanden ist. Näheres findet man z. B. in Wikipedia unter dem Begriff Hühnergott. Die Bewohner dieses Hauses haben offenbar schon viele größere Exemplare dieser Steine gefunden und sie in langen Ketten an ihren Baum gehängt.

Photo: © by Roland Frisch Sehr viele Häuser auf dem Darß sind reetgedeckt. Hier konnte man beim Eindecken eines solchen Rohrdaches zuschauen.

Photo: © by Roland Frisch Ein echtes Highlight im Boddenhafen von Wieck ist das Boot rechts - es heißt nämlich "HaiLight", auch wenn ich mal vermute, dass ihm echte Haie bisher noch nicht unter den Kiel gekommen sind.

Photo: © by Roland Frisch Auf der Rückfahrt nach Prerow begegnete uns der einzige Trabi unseres gesamten Urlaubs. Leider nicht in Aktion, sondern am Wegesrand geparkt. Aber immerhin ein echter Trabant 600 aus der ersten Hälfte der 1960er Jahre (kein Allgemeinwissen, sondern Wikipedia).

Photo: © by Roland Frisch Photo: © by Roland Frisch Abends sind wir dann noch einmal zum Strand und zur Seebrücke von Prerow gegangen, wo diese 3D-Fotos entstanden sind.

Zingst

Photo: © by Roland Frisch Am dritten Reisetag haben wir uns Barth und Zingst angeschaut (Karte), aber interessante Fotos habe ich in beiden Orten nicht gemacht. Jedoch gab es am Ostseestrand von Zingst wieder Gelegenheit für einige nette Stereofotos.

Photo: © by Roland Frisch Photo: © by Roland Frisch

Photo: © by Roland Frisch Photo: © by Roland FrischDiese wunderschöne Konstruktion erinnert doch sehr an Bahnhof und Fähranleger Norddeich Mole, von wo man die Nordseeinsel Norderney erreicht. Genau wie in Norddeich Mole enden das Gleis direkt vor dem Meer und rechts hat man quasi am Bahnsteig Anschluss zur Fähre. Wir danken daher dem Ostseeheilbad Zingst für diesen maßstabsgerechten Modellnachbau. ;-)

Photo: © by Roland Frisch Photo: © by Roland Frisch Der Rückweg führte uns durch den Kurpark (oder wie auch immer dieser Park heisst). Dort konnte man ein Fahrzeug bewundern, das noch älter als der oben gezeigte Trabi ist. Und man konnte den Blick auf seltsame Bestattungsrituale der einheimischen Ureinwohner werfen. :-)

Photo: © by Roland Frisch Im schwindenden Abendlicht noch eine Gelegenheit, freihand den Makro-Modus der Real 3D W1 zu testen. Den Bildausschnitt hätte ich noch etwas besser wählen können, aber die Kamera hat ihre Sache nicht schlecht gemacht, finde ich. Leider gehen solche Sachen freihand kaum in 3D. Deshalb dürft Ihr bei diesem Bild die Brille wieder abnehmen. :-)

Der vierte Tag unserer Darßwoche führte uns in das Künstlerdorf Ahrenshoop. Bilder von dort gibt es auf der nächsten Seite dieses Reiseberichts.